Friseur Kassenprogramm
Kassensystem Kassenprogramm

Was ist bei der Registrierkassenpflicht ab 01.01.2016 in Österreich zu beachten?

Einzelaufzeichnungs-, Registrierkassen- und Belegerteilungspflicht

Registrierkassenpflicht und Belegerteilungspflicht in Österreich

Ab 01.01.2016 gibt es eine Registrierkassenpflicht und Belegerteilungspflicht in Österreich. Friseurbetriebe mit einem Jahresumsatz über EUR 15.000 - also alle Friseurbetriebe - haben grundsätzlich alle Bareinnahmen mit einer elektronischen Registrierkasse, Kassensystem oder Kassenprogramm zu erfassen.

Barumsätze sind Umsätze, bei denen die Zahlung bar erfolgt. Als Barzahlung gilt auch die Zahlung mit Bankomat- oder Kreditkarte oder durch andere vergleichbare elektronische Zahlungsformen. Also auch wenn über 50% der Zahlungen mit Bankomat- oder Kreditkarte erfolgen gilt die Registrierkassenpflicht mit Einzelaufzeichnungen.

Belegerteilungsverpflichtung - Papier oder elektronisch (per E-Mail)

Außerdem müssen Friseurbetriebe in Österreich künftig einen Beleg für jeden Kunden ausstellen. Der Kunde muss den Beleg entgegennehmen und bis außerhalb der Geschäftsräumlichkeiten für Zwecke der Kontrolle durch die Finanzverwaltung mitnehmen.

Als Beleg gilt auch ein entsprechender elektronischer Beleg, welcher unmittelbar nach erfolgter Zahlung für den Zugriff durch den die Barzahlung Leistenden verfügbar ist. 

Diese Punkte sind in dem neuen Paragraphen §132a der Bundesabgabenordnung festgelegt:

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§ 132a. (1) Unternehmer (§ 2 Abs. 1 UStG 1994) haben unbeschadet anderer gesetzlicher Vorschriften dem die Barzahlung Leistenden einen Beleg über empfangene Barzahlungen für Lieferungen und sonstige Leistungen (§ 1 Abs. 1 Z 1 UStG 1994) zu erteilen. Als Beleg gilt auch ein entsprechender elektronischer Beleg, welcher unmittelbar nach erfolgter Zahlung für den Zugriff durch den die Barzahlung Leistenden verfügbar ist. Erfolgt die Gegenleistung mit Bankomat- oder Kreditkarte oder durch andere vergleichbare elektronische Zahlungsformen, so gilt dies als Barzahlung. Als Barzahlung gilt weiters die Hingabe von Barschecks sowie vom Unternehmer ausgegebener und von ihm an Geldes statt angenommener Gutscheine, Bons, Geschenkmünzen und dergleichen.

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Als Friseursalon in Österreich müssen Sie also jeden Kunden beim Kassiervorgang fragen, ob er einen gedruckten Beleg oder per E-Mail erhalten möchte.

Bei SALONWARE werden 90% aller Kassenbelege bereits per E-Mail gesendet. Dies ist auch eine gute Gelegenheit nach der E-Mail-Adresse des Kunden zu fragen (falls noch nicht gespeichert), die später wieder für Marketingzwecke eingesetzt werden kann.

Aufbewahrungsverpflichtung - Archivierung der Kassenbelege auf Datenträgern

Vom Beleg ist eine Durchschrift oder im selben Arbeitsgang mit der Belegerstellung eine sonstige Zweitschrift anzufertigen und aufzubewahren. Als Zweitschrift im Sinn dieser Bestimmung gilt auch die Speicherung auf Datenträgern, wenn die Geschäftsvorfälle spätestens gleichzeitig mit der Belegerstellung erfasst werden.

Die Aufbewahrungsverpflichtung beginnt mit der Belegerstellung und beträgt sieben Jahre ab Schluss des Kalenderjahres, in dem der Beleg ausgestellt wurde.

Alle Tagesabschlüsse und alle Kassenbelege müssen 7 Jahre nach Schluss des Kalenderjahres in einem Langzeitarchivsystem gespeichert werden. Aber das ist nichts neues und war auch bisher bereits Pflicht für alle Unternehmen.

Elektronische Signatur der Kassenbelege ab 2017

Beim Kassensystem SALONWARE werden bereits alle Kassenbelege mit einer elektronischen Signatur und einem QR-Code versehen. Auch gibt es eine passende Prüfsoftware, die eine Überprüfung mit dem QR-Code mit jedem Smartphone, Tablet oder PC ermöglicht.

Auf der folgenden Seite ist dies beschrieben:

Die technische Umsetzung der elektronischen Signatur in Österreich steht bis jetzt (15.08.2015) leider noch nicht fest.

Die zugrundeliegende Registrierkassensicherheits-Verordnung mit den technischen Anforderungen wurde noch nicht veröffentlicht. Erst nach Veröffentlichung wird feststehen wie die Manipulationssicherheit gewährleistet werden soll, welche Art der Signatur erforderlich ist.

Wir sind diesbezüglich mit dem Arbeitskreis des Bundesministerium für Finanzen BMF und der Wirtschaftskammer in Österreich in Kontakt. Auf unsere Nachfragen bzgl. der konkreten Umsetzung wurden wir vertröstet. Unsere technischen Fragen konnten bisher nicht beantwortet werden.

Sobald wir weitere technische Informationen zu den Anforderungen erhalten, werden wir diese prüfen. Soweit eine technische Realisierung mit unserem Kassensystem möglich ist, werden wir diese auch umsetzen.